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Aufgehobene Nudeln

Auf einem Bild der Videoüberwachungsanlage erkannte ich, dass eine Packung Nudeln aus dem Regal gefallen war nun nun vor dem Regal auf dem Fußboden lag.

Mehrere Kunden gingen achtlos daran vorbei und bevor noch einer auf die Packung tritt oder sie durch den Gang kickt (versehentlich oder absichtlich ist hier bei uns beides gleichermaßen möglich), stand ich vom Schreibtisch auf, um nach vorne zu gehen und sie selber aufzuheben.

Als ich um die Ecke ging und in den Nudelgang einbog, war eine junge Frau gerade dabei, die Tüte aufzuheben und wieder ins Regal zu stellen.

Ich bedankte mich mit einem Lächeln für ihre Aufmerksamkeit. :-)

Tiefkühlgemüse der anderen Art

Warum ein Kunde frischen Rosenkohl, Tomaten und Porree in eine der Tiefkühltruhen gelegt hat, werden wir vermutlich nie erfahren. Falls es nicht eine gut gemeinte Dummheit gewesen ist ("möchte ich nicht haben, aber ich lege es besser in die Kühlung"), kann es eigentlich nur Mutwillen gewesen sein.

Verkaufen wollten wir die Produkte nicht mehr, aber sie haben dann Abnehmer im Kollegenkreis gefunden. Wir versuchen ja immer, zu retten, was zu retten ist …




Künstliche Butter

Im Gespräch mit einem Kollegen wollte ein Kunde wissen, warum eine bestimmte Butter so "unanständig teuer" (knapp 4 Euro pro Packung) sei, verglichen mit unserer einfachen Eigenmarken-Butter zum Discountpreis.

Da ich selber auch gerade Butter zur privaten Verwendung brauchte, kam ich im richtigen Moment zu den beiden hinzu und hatte die Frage des Mannes daher gerade noch mitbekommen. Ungefragt mischte ich mich ein und antwortete: "Das ist eine gute Bio-Butter."

Reaktion des Kunden mit spöttischem Tonfall, der damit mutwillig Bioprodukte direkt ins Lächerliche zog: "Die andere ist auch Bio. Oder wird die künstlich hergestellt?"

Da ich absolut sicher bin, dass der Mann das ernst meinte, ersparte ich mir jeglichen Kommentar und ließ die beiden stehen. Da hätten auch keine Erklärungen hinsichtlich der Vorteile eines Bio-Produkts von einem kleineren Hersteller gefruchtet …

Wo ist denn der Reis?

Ich ging schnellen Schrittes im Hauptgang von der Kasse in Richtung Lager, als eine Kundin, an der ich einen Augenblick zuvor vorbeigelaufen war, hinter mir herrief: "Hallo?! Können Sie mir sagen, wo der Reis steht?"

Ich hielt an und drehte mich um und musste in dem Moment schon schmunzeln. Ich hatte die Frau ja gesehen und sie stand, jetzt kommts, direkt vor unserem Regal mit Reis und Hülsenfrüchten. Ich lächelte und sagte: "Wenn Sie sich genau nach hinten umdrehen, haben Sie unsere gesamte Reisauswahl exakt vor der Nase."

Die Kundin drehte sich um ca. eine Vierteldrehung nach links und trabte dann im Hauptgang nach vorne in Richtung Toilettenpapier. Natürlich konnte ich sie damit nicht auflaufen lassen und habe ihr dann ganz klassisch den Weg zum Reisregal gezeigt.