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Geschäftsleitungskompetenz

Ob ich meinen Job hier im Vergleich mit anderen Unternehmern gut oder schlecht mache, weiß ich nicht. Was ich dagegen weiß: Ich mache das hier seit rund 26 Jahren und habe ein Dutzend Mitarbeiter, die mich schon länger als zehn Jahre, bis teilweise sogar über 20 Jahre, hier begleiten. So schlimm kann die Arbeit hier im Allgemeinen oder mit mir persönlich also auch nicht sein.
Wir kämpfen als Unternehmen nicht am finanziellen Limit, investieren immer wieder und halten mit ständigen Anpassungen im Sortiment und auch aus technischer Sicht das Unternehmen am Laufen. Aus der Perspektive betrachtet kann ich wohl ruhigen Gewissens behaupten, dass ich das hier wohl tendenziell eher gut mache.

Ich musste mir in den vergangen zweieinhalb Jahrzehnten schon mehrmals von Mitarbeitern (die allesamt nicht mehr hier arbeiten) sagen lassen, dass ich unfähig bin, es "nicht bringe" und meine Firma sowieso bald pleite ist, weil ich einfach überhaupt keine Ahnung habe und mich sowieso ja um nichts kümmern würde.

Nein, das ist keine konstruktive Kritik, die einen zu mehr Selbstreflexion bringt. Das ist einfach nur zum Lachen, denn diese Sprüche habe ich nämlich ausschließlich (!) von Frauen und Männern zu hören bekommen, die selber irgendwelche "Psychos" sind und hier sehr viel Unruhe ins Team gebracht haben. Unter der Prämisse müsste man es eigentlich schon als Lob und Anerkennung auffassen, wenn einem sowas vorgeworfen wird. ;-)

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Anonym am :

+1

Nobody am :

Rein menschlich liegen wir beide denke ich nicht auf einer Wellenlänge, aber ich mag es dennoch hier mitzulesen… und deinen Erfolg gönne ich dir auch, warum auch nicht. Aber man muss eben ein gewisser Menschenschlag sein der ohne mit dem Wimper zu Zucken etwas zum Preis x kauft, und für den Preis x+y verkauft. Aber das ist auch der Grund warum ich mich als Angestellter wohl fühle, ich hätte da immer irgendwie ein schlechtes Gewissen, hatte auch schon überlegt unter die Vermieter zu gehen, aber die heutigen Preise finde ich unanständig, auch wenn es der normale Markt ist…

Nobody am :

Ich halte mich übrigens gerne an den Spruch „Was interessiert es die Eiche , wenn eine Sau sich an ihr reibt?“

Björn Harste am :

Bedenke, dass "ich kaufe etwas ein und verkaufe etwas zu einem teureren Preis" durchaus gerechtfertigt ist. Überlege, was du als Kunde machen würdest, wenn es uns nicht gäbe. Jeden Artikel direkt beim Hersteller anfordern? Wir bieten den extrem praktischen Service an, tausende Waren von vielen Erzeugern bequem in einem Einkauf mitnehmen zu können. Der Aufwand dazu hat natürlich seinen Preis, wortwörtlich. Da habe ich moralisch noch nie ein Problem drin gesehen, da gibt es ganz andere Branchen. Glücksspiel z.B.
Aber die Meinung zur Eiche teile ich mit dir absolut.

Nobody am :

Natürlich ist das gerechtfertigt :-) bin auch nicht böse beim einkaufen oder Handwerker beauftragen etc. Aber ich würde wohl zu sehr die Preise am unteren Rand kalkulieren, einfach weil ich zu gutmütig/dumm bin um den Gewinn mitzunehmen den man braucht damit sowas langfristig und auch in schlechten Zeiten überlebensfähig ist. Gleiches gilt beim Gehalt für Angestellte… da könnte ich nicht in den Spiegel schauen wenn ich Leute mit Mindestlohn beschäftige und selbst ein stattliches Auskommen habe. Und ja, ich verstehe das es wenig anspruchsvolle/schwere Arbeit ist, und das unternehmerisches Risiko belohnt gehört… aber für mich selber kann ich das aus irgend einem Grund nicht objektiv anwenden. Ich hätte das Geld um problemlos eine zweite Immobilie zu finanzieren, aber für 100qm aufm Dorf dann 1200€ kalt dran schreiben, das kann ich nicht… auch wenn es im Angesicht von Finanzierung, Verantwortung und Rücklagen nötig wäre… keine Ahnung was in meinem Kopf da verpolt ist. Wenn ich etwas für 50€ kaufe, es dann nicht brauche, dann nehme ich maximal 50€ plus Versand, egal wie der aktuelle Preis steht. Nichts desto trotz, alles fein… Soll bei mir vielleicht einfach nicht sein, da fehlt bei mir irgend ein Gen :-D

TOMRA am :

Die "Rumpelbude" SPAR hat es aber nicht mehr lange geschafft. ;-)

AM am :

Es ist doch kein Wunder, dass solche Aussagen nur von Psychos kommen. Wer normal ist, sagt so etwas nicht, sondern kann Kritik sachlich und angemessen formulieren. Diese Aussagen sind keine Kritik, das sind persönliche Beleidigungen, um sich selbst Luft zu machen.
Wie so oft sind solche Äußerungen wohl auch eher eine Eigenprojektion: Diese Leute sind selbst unfähig, wissen es tief im Inneren auch.

Ich denke, als Supermarktbetreiber muss man vor allem ein Allrounder sein (und ein dickes Fell haben, weil man eben auch mit vielen Spinnern zu tun hat, auf die man sonst nie treffen würden). Im Gegensatz zu Angestellten, muss man sich ja um alles Mögliche kümmern.

Was eine Stärke an dir ist, weil es sicherlich für ein gutes Arbeitsklima sorgt, kann aber auch in manchen Situationen eine Schwäche sein: Zu viel Verständnis, zu viel Empathie, konfliktscheu (außer bei Ladendieben), zu langes Erdulden bevor Grenzen gesetzt werden.

nicht der andere am :

Anders als mein Vorredner denke ich nicht, daß die Psychos sich ihrer Psychosen generell bewusst sind. Wohl prägnantestes Beispiel ist der uns allen leider allzu bekannte, mächtigste Mensch der Welt. Der ist sich all seiner Psychosen überhaupt nicht bewusst, auch nicht ganz, ganz tief im Inneren. Er hält sich für klug, gebildet, eloquent, gerecht, universell, fähig, kulturell und sein Land für benachteiligt, übervorteilt, notwehrhandelnd.

Auch nicht ganz so umfassende, omnipräsente, mächtige Psychos werden sich unbedingt bewusst sein, daß ihre nach außen getragenen Konflikte eigentlich auf sie selbst zurückzuführen sind.

Ich schon wieder am :

Man munkelt, dass bei diesem Menschen zusätzlich noch eine Demenz mehr als nur im Anmarsch ist.

Ich schon wieder am :

Er passt schon, aber ganz so gut wie er sich selber einschätzt, ist er nicht. Sonst hätte er längst schonmal den Boden abgeschliffen.

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