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Schlechte Erfahrungen

Eine Kundin fragte nach einem Praktikumsplatz (Schulpraktikum) für ihren Sohn.

"Wir nehmen keine Praktikanten."

"Warum nicht?"

"Weil wir so viele schlechte Erfahrungen gemacht haben."

"Ich war schon in 50 Läden, die sagen alle das Gleiche. Und Sie jetzt auch."

Tzja, ist wohl was dran …

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Kommentare

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Michael K. am :

Wie bei Kind 1 stehe ich mit Kind 2 vor einer ähnlichen Problematik. Man sollte diesen Quatsch mit dem verpflichtendem Schülerpraktikum einfach abschaffen – die Firmen haben kein Interesse daran, und man geht denen eher auf die Nerven. Es gibt auch null Interesse, den eigenen Beruf zu erklären, dann sollte man es auch wirklich dabei belassen.

Löbliche Ausnahmen sind Bundeswehr und der öffentliche Dienst im Allgemeinen – aber den ganzen Rest kannste vergessen.

nicht der andere am :

Natürlich werden Schülerpraktika nicht nur bei Bundeswehr und Behörden absolviert. Ebenso natürlich sollten sich die Aspiraten selbst drum kümmern, anfragen, hingehen, sich vorstellen, einen Eindruck hinterlassen. Eltern können's dort probieren, wo sie persönlich bekannt und geschätzt sind. Aber auch dort können die Aspiraten eigentlich auch selbst vorstellig werden und auf die Beziehung zwischen Firma und Eltern hinweisen. Eltern für Kinder bei irgendwelchen Firmen ist doch zum Scheitern verurteilt?

arnotron am :

Wenn es für die Schulkinder Pflicht ist ein Praktikum zu machen muss es auch Pflicht für Unternehmen sein Praktikanten anzunehmen. Sonst funktioniert das System nicht.

Allerdings sehe ich ein ganz anderes Problem. Ich habe mir damals meinen Praktikumsplatz selber gesucht. Dann weiss man auch was man bekommt und kann danach entscheiden.

eigentlichegal am :

Wenn die Unternehmen dazu verpflichtet werden, Praktikanten anzunehmen, dann hat die Schule dafür zu sorgen, dass die Schüler in einem praktikumstauglichen Zustand sind.
Aber wenn dem so wäre, dann müsste man Unternehmen gar nicht verpflichten.
=> Die Versäumnisse liegen nicht bei den Unternehmen

Nobody am :

Wir werden auch noch in die Situation kommen, und ich habe mir da ähnliches überlegt wie oben schon steht… werd versuchen die Kinder an Schulen/Kita unterzubringen. A) können sie so mal die andere Seite der Pädagogik erleben die man versucht ihnen angedeihen zu lassen und b) so ggf. schon fest machen oder auch ausschließen das dieses breite Feld etwas für sie ist.

Ich kann Firmen verstehen, es macht halt nur Arbeit, kostet Zeit und Geld, Abläufe werden gestört, Kinder sind oft nicht motiviert weil eben Pflicht… finde das System der Praktika nicht schlecht, aber man muss sich da was einfallen lassen z.b. sowas in die Ferien verlagern und einfach sagen man muss in der weiterführenden Schule drei Praktika a 7-14Tage absolvieren, wann und wo bestimmt man selber. Es muss in jedem Fall flexibler werden wenn man möchte das die Kids sich orientieren.

Stefan am :

Es sind nicht die Arbeit, Zeit oder Geld, auch nicht die gestörten Abläufe die es einem schwer machen. Sondern schlecht bis nicht erzogene Kids die sich für den Nabel der Welt halten...
Ich habe in 40 Jahren Selbstständigkeit genau diese Zeit miterlebt in der diese Praktikumsplätze abgeschafft wurden und ich weis auch warum.
Da war alles dabei, vom schlechten Verhalten - Verweigerung - Beleidigungen - Drohungen (sowohl vom Praktikant wie auch von den Eltern) bis hin zum Diebstahl bei uns im Lager zum Diebstahl bei Kunden mit Vollprogramm Polizei - Anzeige - Gerichtsverhandlung.
Sowas kannst du dir bei deinen (Stamm) Kunden nicht leisten - daher gab es eine klare Entscheidung : Keine Praktika mehr.

Natürlich ist mir auch klar das es die Minderheit der Kids, die Erziehung und Umgangsformen bekommen haben, büssen müssen.

Ronaldo am :

Ich fand das schon immer schwierig. Einerseits kann man von 14-Jährigen nicht erwarten, dass sie eine Vorstellung davon haben sollen, was sie evtl. jahrzehntelang beruflich machen wollen. Andererseits ist es vorteilhaft, dass jemand der evtl. mit 16 Jahren in eine Ausbildung startet, einen ungefähren Eindruck von dem bekommt, was ihn nach der Schule erwartet - und sei es, um nach dem Praktikum zu sagen: "Das mache ich auf gar keinen Fall!".
Und für meinen beruflichen Bereich muss ich auch den Spagat machen zwischen "In Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir früh genug um Nachwuchs werben!" und "Bei knapper personeller Besetzung können wir nicht nebenher noch schlecht erzogene Kinder beaufsichtigen."
Trotzdem haben wir in den letzten Jahren ein paar Schülerpraktikanten in begrenzten Bereichen mitlaufen lassen. Besonders gut hat es mir gefallen, wenn die sich vorab einmal in Begleitung eines Elternteils persönlich vorgestellt haben. Da bekommt schon einen guten Eindruck, ob das passt oder nicht. Und kann ggf. auch den Rat geben, doch noch woanders zu gucken.

Horst-Kevin am :

Ich bin auch nicht sicher, was man mit einem Sohn anfangen soll, der nicht mal selbst fragen kann. Wenn die Eltern dem Kind solche Aufgaben einfach abnehmen, erziehen sie es zur Unselbständigkeit. Und ohne vom Fach zu sein, behaupte ich mal kühn, dass es auch der Psyche des Kindes nicht guttut. Die Erfahrung, so etwas hingekriegt zu haben, hilft auch bei den nächsten Aufgaben. Der Eindruck, das könne nur Mama oder Papa, dagegen so gar nicht.
Käme der Sohn von sich aus in den Laden mit einer Vorstellung, warum der Lebensmitteleinzelhandel für ihn interessant ist, könnte er vielleicht sogar erreichen, dass seinetwegen mal eine Ausnahme gemacht wird.

Cliff am :

Es gibt allerdings auch Mamas und Papas, die ihre Kinder das nicht selber machen lassen wollen. Als ich ein Teenager war, gab's sogar Diskussionen zwischen Mama und Papa. Mama meinte häufig, sie macht das schon, Papa hingegen, dass ich das schon selber mache, ich hätt's ja gesagt.

Klodeckel am :

Als ich so alt war, bin ich 2 Monate vor den Sommerferien ins Industriegebiet mit dem Fahrrad und habe mich persönlich bei den großen Firmen um einen Ferienjob beworben. Und das hat auch immer geklappt. Wäre mir peinlich gewesen, Mama dafür vorzuschicken.

SPages am :

Bei uns in der Firma dürfen Mitarbeiterkinder ein Praktikum machen. Das klappt eigentlich ganz gut, da Mama oder Papa sich ja auch nicht blamieren will und so ihre Kinder auf allgemeine Umgangsformen hinweisen.

Bei Ferienjobs sind wir da etwas offener vom Personenkreis, weil da regelt das Geld was winkt eigentlich die Motivation ganz gut.

Und Azubis müssen wir ja auch irgendwie werben damit wir unsere Firma nicht irgendwann mit vollen Auftragsbüchern, aber keinen Mitarbeitern welche diese abarbeiten können, schließen müssen. Und im großen und ganzen passt das schon, was vielleicht auch daran liegt das wir die Chance haben ein paar mehr Azubis zu haben und so die "stärkeren" die "schwächeren" mitziehen.

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