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Keine öffentliche Toilette!

Dieses Schild habe ich vor einem Restaurant hier in Bremen entdeckt. Ein Gastronomiebetrieb in einer gewissen Größe muss natürlich Toiletten anbieten, wir nicht. Aber natürlich ist das Restaurant nicht verpflichtet, jeden da raufgehen zu lassen – und offenbar waren die Erlebnisse ähnlich wie bei uns, denn ansonsten hätte es diesen kleinen Nachtrag unten auf dem Schild wohl nicht gegeben.

Da vielen Menschen sich wie die Schweine benehmen, wird es alleine schon nur durch die zahlenden Gäste vermutlich schon oft genug unappetitlich auf den Toiletten aussehen. Ich bin nur froh, dass wir da völlig raus sind und überhaupt keine Fremden in unsere Sanitärräume lassen müssen …

Nach dem wirklich schlimmsten Erlebnis hier bei uns bin ich ganz, ganz sicher, dass die letzte Zeile unten nicht nur eine überspitze Darstellung sondern hundertprozentig ernst gemeint ist. Bei uns hatte sich damals eine Kollegin hinterher mit Gummihandschuhen ausgestattet dazu erbarmt, das alles wieder sauberzumachen, was die "gute Stammkundin" hier an den Wänden (und vielen anderen Orten in der Toilettenkabine) hinterlassen hatte.


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Kommentare

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Georg am :

Schweine benehmen sich nicht so,die haben in ihren Ställen immer eine Toilettenecke(so man sie lässt) da sind die pingelig

Bernd am :

Ich verstehe, dass man das nicht mehr gewillt ist.

Als Restaurantbetreiber hätte man sich aber wenigstens etwas gewählter ausdrücken können.

Zeddi am :

Er hat doch Kacke und nicht Scheisse geschrieben, zumal Restaurantbesitzer sich ja imho nicht durch perfekte Sprache auszeichnen müssen, das ist ja nun auch nicht der überkandidelste High Society job

Klodeckel am :

Mir gefällt der Ton auch nicht. Wer so formuliert, wird wohl auch bei einer berechtigten Kritik an Speisen oder Getränken dem Gast eher flapsig und frech entgegnen.

Zeddi am :

Man liest sowas allerorts, ich hab solcherlei Schweinereien auch zb aus den USA recht viel gelesen vom entsprechenden Personal, Menschen scheinen Vielerorts wiederlich

Michael K. am :

Wenn man aus jedem Einzelfall, der einem widerfahren ist, eine pauschale Regel ableitet, dann hat man in Jahrzehnten alles mal gehabt.

Ich mag diese Art Schildern nicht und habe da eine völlig andere Sicht der Dinge: Ich bin sehr dafür eine Schankerlaubnis mit entsprechende Auflagen zu koppeln – geben und nehmen. Dazu müsste das Gaststättengesetz geändert werden, insofern ist ist der Werbestopper korrekt. Ich werde in solchen Läden nicht gerne einkehren, wo Werbestopper aggressiv auf irgendeinen Scheiß hinweisen.

Aber auch der Einzelhandel verkauft sich diesbezüglich so schlecht, dass in der Bauordnung Berlin bereits eine entsprechende Regelung hinterlegt ist, namentlich § 43 (2) LBO Berlin: "(2) Verkaufsstätten mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmeter müssen einen barrierefreien Toilettenraum für die Kundschaft haben."

Bayern und das Saarland möchte in ihrer LBO ähnlich nachziehen, und du wirst mit deinem 550-qm-Ladenlokal eine barrierefreie Kundentoilette errichten, wenn Bremen die LBO ebenfalls entsprechend anpasst.

Wäre vermeidbar, aber anscheinend geht es ja leider nur über rechtsstaatliche Vorschriften und Bürokratie.

Nobody am :

„Jedes Schild hat seine Geschichte“ sag ich immer. Problem hierbei, es trifft am Ende mehr falsche als richtige. Grad wenn man mit Kindern und älteren Menschen Unterwegs ist, ist es oft plötzlich sehr dringend.

Ich habe da auch schon in meinem Ärger gedroht das ich meinen Sohn, bevor er sich in die Hose macht, auf deren Terrasse pinkeln lasse, wenn sie ihn nicht auf ihre Toilette lassen.

Aber ich kann den Groll verstehen… doch sowas gehört für mich zum unternehmerischen Risiko, egal ob Gastro oder Einzelhandel. Wo ist unsere Gesellschaft hingekommen das man Menschen in ihrer Not die Toilette verweigert? Auch z.B. problematisch wenn man kein Kleingeld hat etc. das ist einfach nur beschämend.

Letztlich sagt so ein Schild mehr über das Geschäft/Lokal aus, als über die Kunden, zumindest wenn es 100% ernst gemeint ist. Mit einem Augenzwinkern kann man sowas natürlich schreiben um die Massen abzuhalten die es evt anders lösen können.

Und Nein, auch Lokale mit Schildern haben unseren Kindern letztlich NIE die Toilette verweigert. Ich habe meist noch den Wert einer Cola als Trinkgeld dagelassen und gut war’s.

Dörk am :

Es soll ja auch Leute geben, die ihre Notdurft in der Sani-Abteilung des Baumarktes ihrer Wahl verrichten ;-) .

Krassbar am :

Wiewohl ich den Frust verstehe, ist der Mangel an frei verfügbaren Toiletten für mich ein ganz erhebliches Ärgernis. Und ich bin jung, männlich, voll beweglich und ohne Blasenschwäche/Reizdarm unterwegs, habe also viele Möglichkeiten zur Improvisation oder kann einfach aushalten.

Aber als Mensch mit Behinderung oder Erkrankung, als Frau oder für Kinder/Senioren ist es nicht so einfach! Da wird der Einkaufsbummel zur Planungsherausforderung. Mein Tipp: Mit der App "Nette Toilette" kann man sich behelfen!

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