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Neue Gestaltung Fensterplakate

Nachdem unsere Fensterplakate mit den Wochenangeboten seit ein paar Jahren so schön bunt und mit Produktabbildung sind, wurden sie offenbar im selben Atemzug mit der "Entfärbung" der O&G-Schilder zentralseitig überarbeitet.

Seit letzter Woche schon sehen die Plakate so aus wie hier beispielhaft (echte Angebote aus dieser Woche) dargestellt:



Produktabbildungen gibt es nicht mehr, da die Bezeichnungen der beworbenen Artikel aber unverändert klein gedruckt werden, muss man nun sehr genau hingucken, um herauszufinden, was da überhaupt beworben wird.

Ich finde es nicht gut. Vielleicht bin ich aber auch nur inzwischen zu alt für diese Branche und die Kunden im Jahr 2026 wollen einfach anders angesprochen werden. Ich als Kunde wüsste immer zuerst gerne, was da beworben wird. Das liegt aber vielleicht an meiner Werberesistenz, ich gucke mir auch im Grunde niemals die allwöchentlich ins Haus flatternden Handzettel von irgendwelchen Läden ab. Warum sollte ich? Wenn ich nichts brauche, hilft auch die Werbung nicht.

Aber da ticken andere Menschen eben vielleicht doch anders und da funktioniert das mit der Informationshierarchie nicht so wie bei mir.

Um die Plakate mal von links nach rechts durchzuarbeiten:

"AKTION 2,99" – "Interessant, wofür denn? Kann ich das gebrauchen? Mal gucken!"

"40 ExtraPunkte" – "Oh, wofür das denn? Das kaufe ich mir gleich!"

"MEHRWEG" – "Super! Welches Produkt, vielleicht brauche ich das sowieso gerade?"

"APP-ANGEBOT / APP-PREIS" – "Sehr gut, ich hab ja die App, mal kaufen!"

Da möchte die Edeka offenbar die unterschiedlichen Verkaufsmechaniken stärker bewerben als jeweils das einzelne Produkt. Offenbar geht es um:

· App-Nutzung steigern
· Payback hervorheben
· Mehrweg kommunizieren
· hohe Rabatte sichtbar machen

Aus Marketingsicht ist das natürlich schon nachvollziehbar. Aus Sicht eines Kunden (Aus MEINER Sicht eines Kunden), der einfach schnell erkennen möchte, was im Angebot ist, halte ich das jedoch schon für einen Rückschritt. Die bunten Schilder mit den Abbildungen waren einfach besser – aber das ist eben nur meine subjektive Meinung.

Vielleicht ist das nur Gewöhnungssache. Wie findet ihr die Umstellung?

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Kommentare

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eigentlichegal am :

Bin völlig deiner Meinung. Sieht nicht gut aus und es werden immer genau die falschen Informationen hervorgehoben. Völlig unbrauchbar für den Kunden.

Ingo84 am :

Ich könnte mir auch noch folgende Gründe für die Umstellung vorstellen:

1. einfacher und schneller gestaltet, da man keine Bildbearbeitung mehr braucht - spart Zeit und evtl. Geld in der entsprechenden Abteilung
2. der Kunde soll die Plakate gründlicher lesen und nicht mehr im Vorbeieilen feststellen, dass es für ihn nicht interessant ist

Etwas optimierungsbedürftig wirken die Abbildungen schon. da könnte man noch etwas mehr rausholen. Weniger ist manchmal mehr, man muss es nur richtig umsetzen. ;-)

Der breite Mehrweg Schriftzug ist wohl eine Anlehnung an die Einweg Kennzeichnung die Pflicht ist, und in Zukunft müssen die Händler ja 10% Mehrweg anbieten, bis 2040 noch mehr. Vielleicht will man da vorgreifen und die Kunden verstärkt auf Mehrweg lenken.

Tobi am :

Der Mehrweghinweis ist tatsächlich auch jetzt schon gesetzlich genau so vorgeschrieben:

"Nach dem Gesetz muss beim Verkauf bepfandeter Getränke am Regal ersichtlich sein, ob es sich um Einweg oder Mehrweg handelt. Entsprechende Hinweise sind gemäß § 32 VerpackG deutlich sicht- und lesbar in unmittelbarer Nähe zu den Getränkeverpackungen anzubringen und müssen den Schriftzug "EINWEG" oder "MEHRWEG" enthalten. Die Schriftzüge müssen mindestens der Größe der Preisauszeichnung des jeweiligen Produktes entsprechen."

Einige Händler werden die Plakate wahrscheinlich auch direkt an der Palette mit den Getränken befestigen, wodurch der Paragraph dann greift.

Schlaumeier am :

Ja, ist aus Kundensicht erst mal ziemlich wertlos. Wenn ich mir überhaupt Werbung anschauen würde, würde ich genervt weiterlaufen anstatt die wichtigen Infos zu suchen.

Was ist die nächste Stufe? Teaser auf Doofnet-Niveau? "DIESES Angebot verzückt alle Freunde von Spar! Mehr Infos im Laden!"

Aber mal ehrlich: Wie viele Leute sind vorher reingekommen und haben spontan Senf gekauft, weil der gerade im Angebot ist? Wer schon in Sichtweite der Werbung vor dem Laden steht ist vielleicht sowieso nicht mehr die Zielgruppe für Werbung.

Mitleser am :

Gefällt mir auch nicht so.

bluesbrother am :

In der Form würde ich mir die Plakate auch nicht anschauen.
Ich würde mich maximal fragen, welcher Azubi wohl diese Plakate gedruckt hat.

someone am :

Mein Tipp? Das war der Azubi. Und der hat die erstbesten Designideen der KI genommen, weil ihm die Erfahrung fehlte.

Filialkasper am :

Ich schaue schon auf die Angebote und Preise weil ich bei einem guten Angebot meist direkt einen Jahresvorrat kaufe. Mehr sparen kann man nicht.
Pepsi zum Beispiel hole ich ne ganze Düsseldorfer wenn der Preis bei 69 Cent die Flasche ist.

Klodeckel am :

Sehe das genau wie Björn. Als Kunde sollte man "im Vorbeigehen" sehen, was gerade im Angebot ist. Und das geht nur mit Produktfotos. Ich hab mich letztens selber ertappt, dass ich vor dem Eingang zum Penny Markt an der Tafel mit den Wochenangeboten kurz stehen geblieben bin. Ohne Produktfotos wäre das sicher nicht passiert.

Shoppingqueen24 am :

Ich finde, das ist ein konsequenter Schritt: Produkte werden im Supermarkt ohnehin völlig überbewertet.

Früher diese altmodische Informationsflut: Produktbild, Produktname, Preis. Da wusste man ja sofort, worum es geht. Wo bleibt denn da die Spannung?

Heute ist Einkaufen interaktiv: „AKTION! minus 33 %, nur 2,99!“
Was? Völlig egal. Geh rein und finde es heraus. Eine Art Schnitzeljagd mit Einkaufswagen.

Mein Favorit ist aber „40 ExtraPunkte“. Keine Ahnung wofür, aber bei 40 Punkten muss ich natürlich zuschlagen. Vielleicht sind es Schokokekse, vielleicht Katzenstreu, vielleicht ein Sack Zement. 40 PUNKTE SIND 40 PUNKTE!!!!11!!elf

Ich freue mich schon auf die nächste Evolutionsstufe der Werbung:

„KAUF JETZT! NUR 1,79 €“
Was genau, erfahren Sie nach dem Bezahlen.

Georg am :

Unser 16 jähriger Matratzentester und sein Umgang können mit Text nichts mehr anfangen,die brauchen Bilder zum begreifen

Roger am :

Ist den schon der 1. April?

nicht der andere am :

Die Entschwärzung halte ich für nachvollziehbar. Hat nicht jeder dein Tonerabo und man kann nunmal nicht weiß auf Farbpapier drucken. Schwarz auf weiß ist ja auch besser lesbar.

Entbunten könnte ja theoretisch die gleiche Ursache haben. Aber es war ja nicht vollflächig, das Produktfoto nicht übermäßig groß und farbig bleibt's ja. Die obigen Plakate sind in so vieler Hinsicht Müll. Der Produktname ist winzig klein, während Preis, Angebotskategorie, Mehrweg, App, Punkte riesengroß sind. Da wäre schon eine urgroßelterliche, gern handschriftliche Bewerbung auf wischbarer Tafel a la "Sekt MM Extra 0,7l 2,99€" besser! Vollkommen unverständlich, wie obiger Murks unabgefangen bleiben konnte.

Chris_aus_B am :

Soweit ich weiß, gibt es ein paar Drucker für die es weißen (und wahrscheinlich dann auch noch ein paar andere Farben) gibt. Das ist aber auch schon einige Zeit her, dass ich davon gehört habe und ich habe keine Ahnung, welche Firma/Marke das war.
Vermutlich kann man für die da anfallenden Kosten eine Menge Plakate ziemlich komplett schwarz bedrucken. Und farbiges Papier/farbiger Karton ist meist auch teurer als in weiß..

Shoppingqueen24 am :

ich muss es nochmals betonen: das neue Design ist schon wieder so UNFASSBAR schlecht, dass es schon wieder schlecht ist.

Ulli am :

Meine Güte … ich sag's mal so: beschissen wär' geprahlt.

Meine Kritikpunkte wurden hier eigentlich schon alle in den anderen Kommentaren genannt. Ich habe das Gefühl, wer immer sich das hat einfallen lassen, am liebsten blinkende Displays in Fenstern sehen würde.

Da würde ich es besser finden, einfach NICHTS ins Fenster zu hängen.

Gast am :

Mal abgesehen davon, dass die Plakate unschön und uninformativ sind, würde ich mich von dem letzten echt verarscht fühlen. :-(
Nach meinen bescheidenen Adam Riese'schen Kenntnissen ist ein Produkt, das eigentlich 1,29€ kostet, und für 1,11€ verkauft wird ca. 14% billiger und definitiv nicht 55%.
Aber da ich alt bin, sind mir vielleicht irgendwelche neueren mathematichen Erkenntnisse entgangen....

Björn Harste am :

1,29 ist der Angebotspreis ohne die App, 1,11 der App-Preis.
Die 55% beziehen sich auf den regulären Preis des Produkts (2,49 €)

Gast am :

Danke für die Erklärung. :-)

Aber so im Vorbeigehen wird ein potentieller Kunde vermutlich auch nur die groß geschriebenen Unstimmigkeiten sehen.

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