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Vertreter für Lebensmittel aus Osteuropa

Ich war gerade dabei, den von mir selbst bestellten Bio-Wein zu packen, als mich ein junger Mann mit Aktentasche und diversen Papieren in der Hand ansprach.

Er stellte sich vor als Mitarbeiter einer Firma, die Lebensmittel aus Osteuropa importiert, dabei wohl vor allem aus Polen und aus der Ukraine.

Während er mir dies erklärte, drückte er mir deren nicht ganz dünnen Katalog in die Hand. Mit einer ausschweifenden Geste fasste ich unseren kompletten Laden ein und antworte wahrheitsgemäß, dass wir einfach keinen Platz für ein derartiges zusätzliches Sortiment hätten und dass wir aufgrund unserer Größe mit den Artikeln, die wir über unser Edeka-Großlager beziehen können, mehr als ausreichend versorgt sind.

Das Sortiment des Importeurs war umfangreich und umfasste mindestens Tiefkühlprodukte, Getränke und viele Artikel aus dem Trockensortiment. Mit einem bedauernden Kopfschüttelnd gab ich ihm den Katalog dennoch wieder zurück. Er wollte ihn mir zwar überlassen, aber der dicke Papierstapel hätte hier nur herumgelegen und wäre früher oder später ungenutzt im Altpapier gelandet. Dafür war der mindestens einen Zentimeter dicke Katalog nun wirklich zu schade, auch wenn es mich natürlich nichts gekostet hätte.

Warum sollte man diese Ressourcen nicht sparen und unnötiges Altpapier vermeiden?

Aufgebaute Lego-Fun-Packs-Treuepunkteaktion

Für die Durchführung der aktuellen Treuepunkteaktion hatten wir ein fertig konfektioniertes Display bekommen, von dem wir nur noch den Deckel zu entfernen brauchten.

Momentan ist die Nachfrage noch sehr verhalten, aber die Leute müssen ihre Punkte ja auch erst einmal sammeln. Ich denke, dass die Lego-Aktion besser laufen wird, als zum Beispiel bei den Produkten von Blackroll, die wir zuletzt hatten. (Alle lieben Lego, falls man nicht gerade Fan vom Held der Steine ist. ;-) )


FRoSTA und die Harddiscounter

Aktuell findet man bei Aldi einige Fertiggerichte von FRoSTA im Angebot. Das erinnerte mich an eine Werbung (B2B), die FRoSTA mal in Fachmagazinen geschaltet hatte. Ist schon ein paar Jahre her, da waren die Produktverpackungen noch sehr viel bunter, aber der erste Satz des blauen Texts unter der Kernaussage lautete "Unser Name steht für Qualität und Markenwert!"

Ich glaube, die Anzeige (links im Bild) hatte ich 2017 mal entdeckt, es ist also schon ein paar Jahre her und man kann und darf seine Meinung natürlich ändern. Gerade auch im hart umkämpften Lebensmittelmarkt hier in Deutschland …

Rechts im Bild ist ein Screenshot der oben verlinkten Seite zu sehen:


Unheilig

Nach unserem "heiligen Testballon" mit den Holy-Startersets sollte deren Verkauf darüber entscheiden, ob wir mal einen ganzen Aufsteller mit weiteren Produkten und auch den Startersets bestellen.

Den Testballon hatten wir Ende Mai gestartet.

Die drei Sets waren nach zehn Tagen verkauft.

Vom Vertreter habe ich nie wieder etwas gesehen oder gehört …

Neue Gestaltung Fensterplakate

Nachdem unsere Fensterplakate mit den Wochenangeboten seit ein paar Jahren so schön bunt und mit Produktabbildung sind, wurden sie offenbar im selben Atemzug mit der "Entfärbung" der O&G-Schilder zentralseitig überarbeitet.

Seit letzter Woche schon sehen die Plakate so aus wie hier beispielhaft (echte Angebote aus dieser Woche) dargestellt:



Produktabbildungen gibt es nicht mehr, da die Bezeichnungen der beworbenen Artikel aber unverändert klein gedruckt werden, muss man nun sehr genau hingucken, um herauszufinden, was da überhaupt beworben wird.

Ich finde es nicht gut. Vielleicht bin ich aber auch nur inzwischen zu alt für diese Branche und die Kunden im Jahr 2026 wollen einfach anders angesprochen werden. Ich als Kunde wüsste immer zuerst gerne, was da beworben wird. Das liegt aber vielleicht an meiner Werberesistenz, ich gucke mir auch im Grunde niemals die allwöchentlich ins Haus flatternden Handzettel von irgendwelchen Läden ab. Warum sollte ich? Wenn ich nichts brauche, hilft auch die Werbung nicht.

Aber da ticken andere Menschen eben vielleicht doch anders und da funktioniert das mit der Informationshierarchie nicht so wie bei mir.

Um die Plakate mal von links nach rechts durchzuarbeiten:

"AKTION 2,99" – "Interessant, wofür denn? Kann ich das gebrauchen? Mal gucken!"

"40 ExtraPunkte" – "Oh, wofür das denn? Das kaufe ich mir gleich!"

"MEHRWEG" – "Super! Welches Produkt, vielleicht brauche ich das sowieso gerade?"

"APP-ANGEBOT / APP-PREIS" – "Sehr gut, ich hab ja die App, mal kaufen!"

Da möchte die Edeka offenbar die unterschiedlichen Verkaufsmechaniken stärker bewerben als jeweils das einzelne Produkt. Offenbar geht es um:

· App-Nutzung steigern
· Payback hervorheben
· Mehrweg kommunizieren
· hohe Rabatte sichtbar machen

Aus Marketingsicht ist das natürlich schon nachvollziehbar. Aus Sicht eines Kunden (Aus MEINER Sicht eines Kunden), der einfach schnell erkennen möchte, was im Angebot ist, halte ich das jedoch schon für einen Rückschritt. Die bunten Schilder mit den Abbildungen waren einfach besser – aber das ist eben nur meine subjektive Meinung.

Vielleicht ist das nur Gewöhnungssache. Wie findet ihr die Umstellung?