Suse-Linux auf den Kassen
Fakten vorweg: Auf unseren neuen Kassen läuft übrigens Suse-Linux.
Da hatte ich aber echt gestaunt, als ich beim Bootvorgang das Chamäleon entdeckt habe. Schon Mitte der 90er-Jahre war Windows verrufen und man wenn man cool war und unabhängig sein wollte, ist man auf Linux umgestiegen.
Damals gab es von Suse (SuSE Linux GmbH) ein Komplettpaket zu kaufen. Das hat, wenn ich mich richtig erinnere, knapp 100 DM gekostet und versprach einfaches Linux für Alle. Wir sind nie Freunde geworden und im Laufe der Jahre habe ich noch einige weitere Versuche gestartet, auf Linux umzusteigen. Linux hat bekanntlich viele Freunde, aber die sucht es sich leider auch selber aus. Auf jeden Fall kam die Erinnerung wieder hoch, als ich das Suse-Logo bei uns auf den Kassenmonitoren gesehen habe, wenngleich das Unternehmen dahinter heute ein anderes als damals ist. Trotzdem lustig, denn gefühlt habe ich seit drei Jahrzehnten nichts mehr von Suse-Linux gehört und gesehen – und plötzlich laufen unsere Kassen hier im Laden damit.
Aber Linux ist echt so ein Ding für sich. Immer wieder hört man von Leuten leichtfertig "steig doch auf Linux um, dann musst du dich nicht mehr mit Windows und Microsoft abgeben". Nee, dann muss man sich mit Linux abgeben. Das System ist nun wirklich nicht intuitiv zu bedienen, schon gar nicht, wenn man die Windows-Welt verinnerlicht hat. Wer was anderes sagt, lügt.
Als wir vor ein paar Monaten für den 3D-Drucker unserer Tochter einen PC brauchten, habe ich mich für einen Mittelklasse-PC von Lenovo entschieden, der bei uns herumstand und auf dem ich nun einen allerletzten Linux-Versuch wagen wollte. Auf der Maschine läuft jetzt Ubuntu und nur mit viel, viel, viel Hilfe von ChatGPT, dem ich einfach irgendwann nur noch Fotos von den einzelnen Fehlermeldungen und Bildschirmausgaben geschickt habe und mir erklären ließ, was Linux da überhaupt von mir will und was ich da nun machen muss, habe ich den Rechner überhaupt zum Laufen bekommen und konnte ein paar Anwendungen darauf installieren.
Ich glaube, Linux-Nutzer möchten in Wirklichkeit eigentlich unter sich bleiben. Sonst gäbe es längst mal eine Distribution für Dummies, die windows-ähnlich einem viele Schwierigkeiten bei der Installation (sowohl vom OS als auch von einzelnen Anwendungen) abnimmt.
Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht mit diesem Beitrag hinaus. Mir ging es bei nur um die Erinnerung an alte Zeiten aufgrund der Kasseninstallation.
Da hatte ich aber echt gestaunt, als ich beim Bootvorgang das Chamäleon entdeckt habe. Schon Mitte der 90er-Jahre war Windows verrufen und man wenn man cool war und unabhängig sein wollte, ist man auf Linux umgestiegen.
Damals gab es von Suse (SuSE Linux GmbH) ein Komplettpaket zu kaufen. Das hat, wenn ich mich richtig erinnere, knapp 100 DM gekostet und versprach einfaches Linux für Alle. Wir sind nie Freunde geworden und im Laufe der Jahre habe ich noch einige weitere Versuche gestartet, auf Linux umzusteigen. Linux hat bekanntlich viele Freunde, aber die sucht es sich leider auch selber aus. Auf jeden Fall kam die Erinnerung wieder hoch, als ich das Suse-Logo bei uns auf den Kassenmonitoren gesehen habe, wenngleich das Unternehmen dahinter heute ein anderes als damals ist. Trotzdem lustig, denn gefühlt habe ich seit drei Jahrzehnten nichts mehr von Suse-Linux gehört und gesehen – und plötzlich laufen unsere Kassen hier im Laden damit.
Aber Linux ist echt so ein Ding für sich. Immer wieder hört man von Leuten leichtfertig "steig doch auf Linux um, dann musst du dich nicht mehr mit Windows und Microsoft abgeben". Nee, dann muss man sich mit Linux abgeben. Das System ist nun wirklich nicht intuitiv zu bedienen, schon gar nicht, wenn man die Windows-Welt verinnerlicht hat. Wer was anderes sagt, lügt.
Als wir vor ein paar Monaten für den 3D-Drucker unserer Tochter einen PC brauchten, habe ich mich für einen Mittelklasse-PC von Lenovo entschieden, der bei uns herumstand und auf dem ich nun einen allerletzten Linux-Versuch wagen wollte. Auf der Maschine läuft jetzt Ubuntu und nur mit viel, viel, viel Hilfe von ChatGPT, dem ich einfach irgendwann nur noch Fotos von den einzelnen Fehlermeldungen und Bildschirmausgaben geschickt habe und mir erklären ließ, was Linux da überhaupt von mir will und was ich da nun machen muss, habe ich den Rechner überhaupt zum Laufen bekommen und konnte ein paar Anwendungen darauf installieren.
Ich glaube, Linux-Nutzer möchten in Wirklichkeit eigentlich unter sich bleiben. Sonst gäbe es längst mal eine Distribution für Dummies, die windows-ähnlich einem viele Schwierigkeiten bei der Installation (sowohl vom OS als auch von einzelnen Anwendungen) abnimmt.
Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht mit diesem Beitrag hinaus. Mir ging es bei nur um die Erinnerung an alte Zeiten aufgrund der Kasseninstallation.
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Kommentare
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Jemand am :
Bernd am :
Wer in seinen Möglichkeiten begrenzt sein möchte, sowie sich dem Login ohne Logout in die Apfelwelt begeben will, ist Mac und Co. die beste Variante. Nicht nachdenken, nichts können, nur klicken.
Wer mehr will, muss sich etwas anstrengen.
nicht der andere am :
Vielleicht ist das Umgekehrte der Grund für das Beharren unserer der einst weltführenden Autoindustrie auf Verbrennung. Elektros brauchen halt prinzipbedingt kaum Service, Wartung, Reparatur und Ersatzteile. Anders als der amerikanische Hersteller fordern die Unsrigen ja weiterhin quasi den Ölwechsel für ihre Elektros.
eigentlichegal am :
Support für Apple "Was du mit dem Rechner machen willst ist von Apple so nicht vorgesehen. Das muss ich gar nicht erst versuchen"
Ja, so wird Support natürlich einfacher.
Filialkasper am :
Schlaumeier am :
Die Installtion von einem aktuellen Ubuntu Linux beschränkt sich im Regelfall auf die Abfrage der benötigten Daten (Tastaturlayout, Zeitzone, Netzwerk, Benutzername) und dann die Möglichkeit, die Partitionierung selbst vorzunehmen oder einfach die komplette Platte (optional verschlüsselt) zu verwenden.
Da musst Du schon einen extrem seltenen PC anschleppen, der speziellste Spezialtreiber braucht, damit das nicht klappt. Selbst Nvidia-Hardware geht inzwischen relativ problemlos (bis der Support gekappt wird...).
Und es braucht noch nicht mal einen Cloud-Account bei einer Datenkrake.
Bernd am :
Ich habe in letzter Zeit mehrere Versionen von Linux (Mint, Lite, Ubuntu, usw.) installiert und bei jeder Installation war das problemlos.
Dirk81 am :
TOMRA am :
someone am :
Und wenns doch mal Probleme gibt, bekommt man üblicherweise genug Hinweise, um sich die Lösung zu googlen. Anders als bei Windows, wo es oft genug Probleme ohne aussagekräftige Fehlermeldung gibt und selbst dem Hersteller nur "cargo cult" einfällt - probieren Sie dies, probieren Sie das, und wenn das auch nicht geholfen hat, vielleicht noch jenes.
Anonym am :
Also habe ich schnell einen USB-Stick mit Linux-MINT erstellt, alle Partitionen auf dem Laptop der Marke Asus gelöscht und den Installer machen lassen. ALLES an integrierter Hardware wurde erkannt, automatisch mit den richtigen Treibern versorgt und es lief nach 40 Minuten ohne weiteres Zutun. Einfach so. - Mit Windows ging damals gar nichts mehr, weil es nur noch XP-Treiber gab.
Das änderte mein Bild von Linux grundlegend. Und dank der modernen Paketverwaltung kann man auch sehr schnell Software installieren, quasi wie bei den aktuellen App-Stores von Microsoft oder Apple.
Aber ja, ich empfehle weiter den DAUs ein Apple-Gerät (wahlweise iPad oder Mac) zu erwerben. Privat habe ich mittlerweile das alte iPad der 6. Generation ausgemustert und ein Android-Tablet von Xiaomi für einen Bruchteil des Preises angeschafft. - Dieses Tablet kann alles wie das iPad und wird sogar ähnlich bedient. Genial!
eigentlichegal am :
Ich bin ja auch nicht der allergrößte Linux-Fan, aber das ist schon verdammt WTF?
Ich wüsste nicht wann es auf einen Rechner grundsätzlich Probleme gab, Linux zum Laufen zu bringen und Anwendungen installieren geht doch auch problemlos!
Neee, Björn. Da übertreibst du gewaltig.
Georg am :
Meine Frau ist nun wahrlich kein Technikgenie(aber sie hält im Gegensatz zu mir Technik nicht für Hexerei) aber selbst sie hat es innerhalb weniger Minuten geschafft mir auf meinen Laptop Ubuntu zu installieren als ich von dem ewigen Windoofgenörgel (du musst dieses und jenes,Mimimi das mag ich nicht,etc,pp,)die Nase voll hatte.
Filialkasper am :
Fängt bei Fahrkartenautomaten an und endet bei Servern und Super Computern.
Blogleser am :
Bootfähigen USB Stick mit Rufus erstellt und die Installation war wirklich einfach und schnell über die Bühne gebracht.
Micha am :
Ich selst hab seit >25 Jahren Linzx laufen, anfangs noch als parallele Installation zu Windoof um mich auszutesten.
Meine Frau, die selbst quasi Null Informatikaffin ist, nutzt seit ca 10 Jahren auf dem privaten Notebook Linux Mint als Einsteigerfreundliche Variante.
Und schimpft dann gern über das aktuelle Windoof auf ihrem Dienstrechner, dass zb bei Updates den User entmündigt.
Ich sehe keinen Grund in der Zukunft jemals wieder was anderes als Linux zu nutzen, selbst auf dem Raspi an unserem Fernseher läuft Linux.
Tux ist bei weitem nicht so wählerisch mit seinen Freunden, wie es manchmal hingestellt wird.
Je nach Distribution ist es nicht schlehter, es ist vor allem erstmal etwas anders, und das ist der springende Punkt.
Schwachstromblogger am :
So bin ich zu Linux gekommen und nutze es heute an vielen Stellen privat und dienstlich.
Aber: nicht als Desktop-Betriebssystem. Da nutze ich Windows und macOS.
Grundsätzlich geht es, aber man an vielen Stellen auf Alternativsoftware angewiesen, die funktioniert, aber nicht immer so wie man es braucht und/oder kennt. Ein großes Manko ist auch die Interoperabilität der Software zueinander. Von Win und macOS kennt man es z.B. dass man bei modernen Webseiten einfach eine Datei in einen Upload-Dialog hineinziehen kann. Bei Linux kann es funktionieren, muss aber nicht.
Kassen laufen schon seit langer Zeit unter Linux, da dass OS ja effektiv nur Hintergrundrauschen ist und die verwendete Hardware durchgereift ist. Hier wird Wert auf stabilen Betrieb und Langliebigkeit gelegt. Daher hat neue Kassenhardware meist eine CPU drin, die schon 2-4 Jahre auf dem Markt ist. Im Gegenzug kann man die Kasse in fünf Jahren auch noch in der exakt gleichen Konfiguration erwerben und hat die Möglichkeit, diese mit einer Linuxfreigabe zu bekommen.
Lizenzkosten und Softwarewartung ist hier nur nebensächlich. Es spart 10-15€ und die mitgelieferten Win-Versionen sind aus dem Langzeitzweig, früher 10 Jahre, heute nur noch 5.
Manche IT-Abteilungen verbuchen es als Sicherung des Betriebs, weil die Arbeitsplätze Windows nutzen und wenn die Kassen auf Linux laufen, kann eine IT-Sicherheitsvorfall des Arbeitsplatzes nicht so leicht auf die Kasse springen.
Der Kassensoftware ist es egal, GK/Retail läuft seit bestimmt 20 Jahren auch auf Linux.
Aber wenn man die Sache mit dem REWE-Käse dazu nimmt und EDEKA auf Linux-Kassen wechselt: REWE hat diese schon lange.