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Nicht für Nichtraucher

Post von Philip Morris: ein Infoflyer zum Thema Jugendschutz. Darin findet sich unter anderem der Hinweis, dass die eigenen Produkte ausschließlich für erwachsene Konsumenten bestimmt seien, „die bereits rauchen oder andere Tabak- und Nikotinprodukte nutzen“:


Der erste Teil ist klar. Keine Zigaretten an Minderjährige. Dafür gibt es Altersgrenzen, Ausweise und eindeutige gesetzliche Vorgaben.

Aber der zweite Teil ist interessant. Kurz: Nicht für Nichtraucher.

Nun haben wir an der Kasse allerdings gewisse Schwierigkeiten, diese Voraussetzung zu überprüfen. Ein hypothetisches Gespräch an der Kasse stelle ich mir so vor:

"Eine Schachtel Marlboro Gold, bitte."

"Sind Sie Raucher?"

"Nein."

"Dann kann ich Ihnen die leider nicht verkaufen."

"Aber ich wollte doch gerade damit anfangen."

"Genau das scheint nicht vorgesehen zu sein."
Natürlich ist der Satz keine gesetzliche Verkaufsbeschränkung. Philip Morris beschreibt damit vielmehr die Zielgruppe seiner Produkte und möchte ausdrücklich nicht den Eindruck vermitteln, Nichtraucher zum Einstieg in den Nikotinkonsum bewegen zu wollen.

Für mich hier bleibt das trotzdem eine hübsche, theoretische Frage: Das Alter eines Kunden können wir im Zweifel anhand seines Personalausweises überprüfen. Aber wie weist man nach, dass man bereits raucht?

Raucherpass? Nikotinführerschein? Zwei Zeugen und eine angebrochene Schachtel aus der Jackentasche? Urintest im Lager? Wangenabstrich vor dem Leergutautomaten? Mal eben an der Kasse 'ne Locke abzwicken und auswerten? Das hat alles irgendwie nichts und daher beschränken wir uns bis dahin wohl weiterhin auf die klassische Alterskontrolle.

aus Post-Consumer-Abfällen

Auf einer Flasche Orangensaft aus dem Kühlregal unserer Discount-Eigenmarke war mir dieser Text auf dem Rückenetikett aufgefallen:



Ich stutzte über die Formulierung "aus Post-Consumer-Abfällen". Dass der Trend zu immer mehr Flaschen aus Recyclingkunststoff geht, auf vielen Getränkeflaschen wird dies ausdrücklich erwähnt, haben sicherlich schon einige von euch mitbekommen. Aber den Hinweis "aus Post-Consumer-Abfällen" hatte ich bis dato noch nie gehört. Was ist das, was bedeutet das?

Grundsätzlich sagt es der Name ja schon: Nach-Verbraucher-Abfälle. Weil da jetzt vermutlich immer noch einige ein Fragezeichen im Kopf haben dürften, möchte ich es kurz ausführen:

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Abfällen: Die Pre- und die Post-Consumer-Abfälle. Die "Pre-Consumer-Abfälle" entstehen bei der Produktion. Fallen also als überschüssiges Material in Fabriken bei der Produktion an und sind quasi "Neuware", die nur nicht mehr in der Form zu gebrauchen ist. (z.B. Stanzgitter/Stanzabfall, Endstücke etc.)

Die "Post-Consumer-Abfälle" waren schon einmal als fertiges Produkt im Umlauf. Dabei handelt es sich also beispielsweise um das, was wir aus unserem Leergutautomaten mehrmals täglich in den großen Container schütten. Dieses Material hat also seinen eigentlichen Job schon wenigstens einmal erledigt. (Äquivalent zu Altpapier, Altglas, Altmetall …)

Ich weiß nicht, ob der Hinweis vorgeschrieben ist und andere Getränkeproduzenten ihre Produkte in Flaschen aus Pre-Consumer-Abfällen abfüllen, aber ich finde es gut. Es wird noch viel zu wenig recycelt, aber das ist so doch ein guter Weg!