Skip to content

Now hoffentlich ending Backofenstory

Auf die letzte Nachricht hatte der Käufer des Backofens bis heute nicht reagiert. Nun hat er von mir diesen Text bekommen und ich reg mich nicht mehr auf:

Da die Ihnen gesetzte Frist zur Abholung des über eBay erworbenen Backofens am 7. September 2026 fruchtlos verstrichen ist, trete ich hiermit gemäß § 323 BGB vom Kaufvertrag zurück.

Der Kaufvertrag ist damit rückabzuwickeln. Der gegebenenfalls bereits entrichtete Kaufpreis von 1,00 Euro wird Ihnen erstattet.
Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich das Ding noch einmal bei Ebay reinsetze oder ob ich den direkt zum Recyclinghof karre …

Einweg-Leergut und noch mehr Einweg-Leegut

Heute ist nun endlich die Containerleerung dran, die eigentlich schon Mitte letzter Woche hätte stattfinden sollen – und selbst da war der Container schon viel zu voll. Da wir für so einen Fall überhaupt nicht richtig vorbereitet waren, haben die unterschiedlichsten Kollegen irgendwie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu improvisieren versucht. Uns waren die Säcke ausgegangen und sowieso sah es rund um den Container zeitweise wie um einen übervollen Mülleimer in der Fußgängerzone aus. Das Ding ist zwar bis oben hin und mit Berg gefüllt, aber man legt seinen Kram trotzdem noch dazu.

Das ist leider immer so eine Gratwanderung. Weil das mit der Abholung und dem Durchkommen in der Seitenstraße immer so mühsam ist, versuchen wir die Anzahl der Fahrten so gering wie möglich zu halten, also den Container jeweils maximal voll zu bekommen. Der Preis dafür ist, dass dann auch im Grunde nichts mehr schiefgehen darf. Klappt das mit einem Termin nicht, hat man gleich das Problem, weitere der zerquetschen Einweggebinde hier unterbringen zu können.




Projekt beendet: Zwei neue Armlehnen!

Es ist vollbracht! Das Projekt mit den beiden neuen Armlehnen, das ich vor knapp zwei Wochen mal in Angriff genommen hatte, ist beendet. Inzwischen weiß ich, dass das ein Ikea-Stuhl ist und dass man die Lehnen (mitsamt Rohren) evtl. als Ersatzteil bekommen hätte – aber mal ehrlich, so war der Spaßfaktor deutlich größer. Sowas selber zu entwickeln und herzustellen hat schon was. :-)

Nachdem nun BEIDE Lehnen fertig hier im Büro lagen, haben wir uns ans Werk gemacht und mit einer scharfen Klinge die alten Lehnen von den Rohren geschnitten. Davon haben wir ein paar Bilder im Video festgehalten:



So sahen beide Rohre hinterher aus:



Anschließend haben wir reichlich Klebstoff in die Sacklöcher der neuen Lehnen gefüllt und diese dann auf die beiden Rohre vom Stuhl gezogen. Fertig. Keine Magie und in wenigen Augenblicken war es vollbracht und daher braucht es auch keine großen Worte dazu. So sieht der Stuhl nun aus, fast wieder wie neu. :-)



Gedruckt sind die beiden neuen Lehnen übrigens aus dem Material TPU, einem thermoplastischen Elastomer. Einfach ausgedrückt: Eine Art Gummi, das man durch Erhitzen in eine neue Form bringen kann und das dabei elastisch bleibt. Die Lehnen lassen sich etwa genauso zusammendrücken wie die originalen Teile:



Natürlich muss es noch das Zeitraffer-Video vom Druck der zweiten Lehne geben. Auch wenn wir nun schon so lange mit dem Gerät arbeiten und der reine Vorgang des 3D-Druckes überhaupt kein Hexenwerk ist und sich mir technisch vollständig erschließt, so ist es eben doch immer wieder faszinierend, wie ein Objekt aus dem "Nichts" entsteht …


Mal wieder zwei neue Plomben für den NA

Und wieder einmal sind zwei Plomben von der Abschlaghaube unseres Notausgangs draufgegangen. Diesmal hat niemand einen Rollcontainer mit Schwung gegen die Haube gefahren und es ist auch kein Karton darauf gefallen. Nein, ein kleines Mädchen war wohl neugierig und hat zu kräftig an der Haube gezogen, woraufhin die beiden Plomben bestimmungsgemäß abgerissen sind.

Die Idee mit dem hier erwähnten Schutzbügel habe ich noch nicht in Angriff genommen, aber in so einer Situation hätte der Schutz vermutlich auch nicht geholfen.


Die verkackte Containerleerung

Der große Container auf dem Hof für die entwerteten Gebinde aus unserem Leergutautomaten wird voller und voller. Da wir die Wanne nicht mehr ausschütten können, weil der Berg auf dem Container dafür inzwischen zu hoch geworden ist, arbeiten wir seit gestern mit Säcken.

Eigentlich hätte der Behälter auch am Mittwoch schon ausgeleert werden sollen. Wir hatten an der Straße alles mit unseren Leitkegeln abgesperrt und auch mein Anhänger stand auf dem perfekten Platz schräg gegenüber von unserer Einfahrt. Als 13 Uhr verstrich, hatte ich schon so eine böse Ahnung, denn irgendwann kommen die Fahrer mit ihrer Lenkzeit in Konflikt. Es kam dann auch niemand mehr.
Dann sollte eigentlich schließlich gestern ein LKW kommen, aber auch das hat nicht geklappt.

Da wir hier nicht tagelang die ganzen Parkplätze blockieren können (und wollen) haben wir gestern alles wieder eingesammelt und nur den Hänger stehengelassen. Der steht auf dem wichtigsten Platz und auch wenn es eng wird, kann der LKW diese Fläche dann zum Einschwenken verwenden.

Vorhin kam tatsächlich ein Fahrer hier an und versuchte auch sein Glück, aber irgendjemand hat unseren Anhänger ein paar Meter nach hinten geschoben und sein Auto auf den Platz gestellt. Tolle Aktion – nicht! Der LKW kam nicht auf den Hof, wir haben für nächste Woche Donnerstag einen neuen Termin und bis dahin werden wir nun weiter mit den Säcken arbeiten.

Ich glaube, ich werde noch einmal versuchen, ein temporäres Halteverbot für den Bereich rund um unsere Einfahrt durchzubekommen. Es würde ja schon sowas reichen wie "Mittwochs von 9-12 Uhr", mehr brauchen wir doch gar nicht. Es kann doch nicht sein, dass man da so hängengelassen wird – wir spielen hier ja schließlich auch eine wichtige Rolle in der Nachbarschaft und dazu gehört nun auch, dass Leute ihr Leergut hier abgeben können und dass wir das Zeug hinterher auch wieder loswerden müssen.


Die erste gedruckte Ersatzarmlehne

Die erste Ersatz-Armlehne für den zweiten Bürostuhl hier in meinem Büro ist nun fertig. Wenig überraschend ist, dass sie genauso aussieht, wie in der 3D-Darstellung.

Stellen wir fest: TPU braucht länger (rund 12 Stunden für dieses Teil) und ist nicht ganz einfach zu verarbeiten. Durch die Flexibilität verhält sich das Filament wie ein Gummiband. Dadurch, dass es gedehnt und gestaucht werden kann, bekommt dieses Material in den normalen Transportsystemen des Druckers eine ganz eigene Dynamik und kann hinter und zwischen die Rollen und Walzen flutschen. Mit einem Trick hat es dann beim zweiten Anlauf geklappt: Dem Filament-Transportsystem keinen Widerstand bieten. Am besten das Material von oben zuführen und immer ein paar Meter schon von der Rolle abwickeln und in großen Schlaufen zwischenlagern. Das führte in der Folge zu einer Art "betreutes Drucken", hat aber dafür auch problemlos funktioniert.

Am Wochenende werde ich die zweite Lehne herstellen und dann bauen Ines und ich nächste Woche den Stuhl hier um. Davon wird es natürlich auch Fotos oder auch Bewegtbilder geben.

Ob es die Lehnen wirklich als Ersatzteil gegeben hätte, weiß ich nicht. Selbst wenn, wären sie vermutlich günstiger gewesen, als das Filament, die Arbeitszeit für die Erstellung der 3D-Datei und den Aufwand (Zeit/Strom) für den Druck. Aber man kann und sollte nicht alles immer nur nach reinen Kosten und Nutzen abwägen. Der Spaßfaktor muss immer mit dabei sein und sowas mal vollständig selber herzustellen ist schon extrem geil.


3D-gedrucktes Lehnenprobestück aus PLA

Am Wochenende hatte ich die 3D-Datei für die Armlehne mal an unseren Drucker geschickt. Da ich das TPU-Filament noch nicht hatte, habe ich zunächst einfach mal ein Stück mit klassischem PLA gedruckt. Nicht das ganze Teil, ich wollte nicht so viel Material vergeuden, aber zumindest mal ein paar Zentimeter, um die Wirkung der Oberfläche beurteilen zu können und um zu testen, ob das Rohr vom Stuhl auch in das Sackloch im Werkstück passt.

1. Das Sackloch passt.

2. Von den kleinen, halbkugelförmigen Löchern habe ich etwas mehr als im Original eingebaut. Macht aber nichts. (In der CAD-Software ist ein Winkel von 22,5 Grad eine einfache, vorgegebene Einstellung für Rotationskörper. Dadurch sind es 16 statt 10 Lochreihen geworden. Könnte ich jetzt mit 36 Grad wiederholen, ist aber auch egal.)

3. Ich habe den Durchmesser am vorderen Ende der Lehne etwas kleiner als im Original gestaltet. Ich denke, dass das in der Praxis nicht stören wird. "Mal eben" vergrößern ist leider nicht drin, da ich dafür die kompletten kleinen Vertiefungen neu platzieren müsste. Was vom Aufwand einem kompletten Neubau des Projekts gleich käme. Ich lasse es jetzt so und werde das nur neu machen, wenn die Lehne in der Praxis unbenutzbar sein sollte. Was ich nach dem derzeitigen Stand der Dinge jedoch nicht annehme.